Nichts kann existieren ohne Ordnung. Nichts kann entstehen ohne Chaos."                                                                                -Albert Einstein

Die Natur als Vorbild, ordnet sich abstraktes Chaos zur imaginären Landschaft.

Gebirge und weite Ebenen werden aufgelöst und formen sich neu. Erschaffenes wird zerstört, um sich in Neuem zu finden.

Malerei nicht als Wiedergabe sondern als Entstehungsprozess.

Nicht die Idee, der geniale Einfall und die geplante Komposition, sondern die, wie zufällig, hingeworfenen Farbschichten weisen die Richtung.

 

Aggressiv ins Chaos stürzend, dann wieder nach vorne tastend, neue Wege suchend. Harmonisches durchbrechen. Verwirrendes ordnen.

Die Angst, den Pinsel auf die Leinwand zu setzen, zuerst zaghaft, dann plötzlich mit energischer Wucht, Farbe spritzt. Neue Formen entstehen.


Landschaft als Abstraktion?

Wenn man meine Bilder betrachtet, wird man diese oft mit einer Landschaft oder Naturerlebnissen in Verbindung bringen. Eine weite, wüstenähnliche Ebene aus der Vogelperspektive, die Spiegelung bewegten Wassers, flirrendes Licht, das durch das Laub scheint, Gebirge oder Unterwasserwelten. Bei Anderen ist dieser Zusammenhang nicht zwingend herzustellen. 

Der Zusammenhang zur Natur ist für mich bei allen meinen Werken gegeben. Oft ist auch ein Naturerlebnis der Ausgangspunkt eines Bildes.

Allerdings hat es für mich keine Relevanz eine bestimmte konkrete Landschaft, so schön sie auch sein mag, malerisch darzustellen.

Natur neu zu erschaffen, Gott spielen, das ist der Reiz für mich als Maler.


Malerei als Naturersatz

Was ist der Grund warum sich viele Menschen mit Kunstwerken umgeben? Hängt man sich ein rotes abstraktes Gemälde ins Wohnzimmer, weil die Farbe der Wohnzimmergarnitur dann besser zur Geltung kommt? Vielleicht sehen viele ein Bild als stabile Wertanlage oder man kauft es als Statussymbol.

Mag sein, dass viele Kunstwerke zu diesem Daseinszweck degradiert wurden, doch für mich hat es jedenfalls viel mehr Bedeutung sich mit Kunstwerken zu umgeben, ob bewusst oder unbewusst.

 

Die meiste Kunst findet man in urbanem Umfeld. Auf einer Almhütte brauche ich kein Gemälde, da genügt es aus dem Fenster zu sehen oder vor die Tür zu treten.

Für mich fungieren viele Kunstwerke, und Gemälde im besonderen, als Naturersatz. Man kommt durch das Betrachten zur Ruhe oder kreative Gedanken werden angeregt. Ein gutes Bild in einem Büro, einem Konferenzraum oder in den eigenen vier Wänden tut seine Wirkung!

 

Meine Malerei hat jedenfalls diesen Anspruch. Ich hoffe es gelingt mir einige Fenster zu neu erschaffenen Welten zu öffnen.